Jede Woche ein neues Hobby

Woche 1 – Pilates

Ich habs geschafft. Ich hab mich am Freitagmorgen tatsächlich aus dem Bett gequält und bin in die 9:00 Uhr Pilatesstunde an der Uni. Das ASVZ („Akademischer Sportverband Zürich“) bietet allen Hochschulangehörigen Zürichs diverse Sportarten als Gruppenkurse an und hat mehrere Krafträume in ganz Zürich verteilt. Ich werde also noch einige dieser Kurse, im Rahmen dieses Selbstexperimentes, besuchen.

Nun zum Pilates; Die Woche verging mega schnell und bevor das Wochenende anfängt, wollte (/MUSSTE) ich noch irgendetwas ausprobieren. Wäre ja mega peinlich, schon in der ersten Woche zu scheitern. Doch was ist Pilates überhaupt? Ich dachte immer, es sei einfach eine „bisschen anstrengendere Form des Yoga“. Hatte ich damit Recht? Keine Ahnung, hab ja noch nie Yoga gemacht. So, who am I to judge?

Das liebe Internet bietet da also Aufklärung; Yoga scheint mehr eine Lebenseinstellung zu sein, welche aus den 5 Grundpfeilern Atmung, Körperstellung, Ernährung, Entspannung und Meditation, besteht. Pilates basiert teilweise auf den Yogaübungen und soll ein System aus Dehnungs-, Kräftigungs- und Widerstandsübungen darstellen. Also ein Training für Unspirituelle.

Ich betrete also um 9 Uhr die Sporthalle und rüste mich gleich mit Matte und Gummiball aus. Die Stimmung im Raum ist… müde? Scheint so, als hätten sich die Anderen auch eher unfreiwillig aus dem Bett gezwungen, nur um dann noch einen kurzen Nap auf der Matte zu machen. Ist mir recht, ich bin auch müde. Die Stunde begann ganz entspannt, wir klemmten uns den Ball ständig zwischen die Beine, hinter den Rücken, unter die Arme usw., er sollte uns als Stabilisation für die verschiedenen Dehnübungen dienen. Ich dachte mir ständig; „Wow, das fühlt sich ja nach einem richtig schweisstreibenden Workout an.“ /ironieoff. Ich fühlte mich wie bei einem Schwangerschaftskurs. Ich war schon im Begriff mich zu langweilen… dann kamen wir zu den Bauchübungen, oder gemäss Internet „die Aktivierung des Beckenbodens“. Oh Gott, wie hab ich da abgekackt. Die älteren Damen machten souverän weiter, ich kam echt ins atmen. Ich habe die Übung vorzeitig abgebrochen, ich bin nicht stolz drauf. Aber dann wurde es wieder entspannter, zu entspannt. Vielleicht war das aber auch genau das Richtige für am „frühen“ (Sorry, Studentenleben.) Morgen. Doch anschliessend verliess ich den Raum weder entspannt, noch energiegeladen. Es fühlte sich irgendwie unfertig an.

Ich weiss nicht ob ich einfach elendig schlecht in Pilates bin, aber ich habe den Sinn nicht wirklich verstanden. Im Yoga scheint man ja viel Wert auf die Atmung und die spirituellen Gedanken zu legen. Aber hier machten wir einfach eine unanstrengende Übung nach der anderen, welche dann von kurzen (aber wirklich kurzen) anstrengenden Intervallen unterbrochen wurden.

Ich dachte mir, anhand von nur einer Trainingsstunde kann man schlecht sagen, ob etwas gut oder schlecht ist. Schliesslich muss man seine Experimentergebnisse im Labor auch durch Dubletts oder Tripletts verifizieren. Also nahm ich mir vor, am Sonntagmorgen noch einmal eine Pilatesstunde zu besuchen. Das war heute Morgen und wer hätte es gedacht; Ich hab verpennt. Ups, sorry.

Was kann ich also abschliessend sagen? Naja, die einzige Pilatesstunde, die ich je besucht habe, hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Andererseits, ist eine einzelne Stunde experimentell total unsignifikant. Ich werde Pilates also wieder einnmal versuchen – sobald ich schwanger bin.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .