Jede Woche ein neues Hobby

Woche 3 – Geocaching

Geocaching. Schon einmal davon gehört? Ich zumindest kannte es noch bis vor Kurzem nicht. Beim Lesen von „Fünf“, einem Krimi meiner Lieblingsautorin Ursula Poznanski, stiess ich auf dieses merkwürdige Spiel. Geocaching ist eigentlich nichts anderes als eine Schatzsuche. Draussen. Im echten Leben. Man lädt sich dafür die dazugehörige App (im Apple App Store oder Google Play) herunter und landet dann auf einer Map, die alle Caches in der Nähe anzeigt. Geocaches sind Behälter von unterschiedlicher Grösse (von der Grösse einer Zündholzschachtel bis zu grösseren Tupperware Dosen), die von einem anderen Geocacher versteckt wurden. Die Box muss mindestens gross genug sein, um für ein Logbuch Platz zu bieten, in das man sich nach dem Fund einschreiben kann. Die grösseren enthalten auch kleinere „Schätze“, die sind aber eher für Kleinkinder interessant, denn meistens sind es Spielfiguren, Karten, Murmeln, usw. Sollte man doch etwas Interessantes finden, darf man den Gegenstand mitnehmen, muss jedoch einen Anderen mit äquivalentem Wert dafür eintauschen („traden“, wie ein eingefleischter Geocacher sagen würde ?). Der Verstecker loggt dann die genauen Koordinaten des Behälters in die App ein und das Versteck wird für alle Mitspieler sichtbar. Mit Hilfe von GPS gelangst du dann an die Stelle und deine einzige Aufgabe ist es dann, dieses Versteck zu finden und dich in das materielle Logbuch und in das in der App einzutragen. Auf der App sammelst du deine Funde und kannst dann in deinem Freundeskreis mit deinen exzellenten Schatzsucher-Fähigkeiten prahlen.

Ich habe mich diese Woche 2x auf die Suche nach den Caches begeben. Am Montagnachmittag war ich gleich erfolgreich und fand in einem morschen Baumstumpf den Mini-Cache, der gerade einmal die Grösse von einem Flaschenhals hatte. Darin befand sich lediglich ein kleines Logbuch, in welches ich ich mich nicht eintragen konnte, da ich keinen Stift mitgenommen hatte (Anfängerfehler!). Insgesamt brauchte ich ganze 2h für Weg und Suche. Das Wetter war jedoch perfekt und der Spaziergang hat sich echt gelohnt. Am Donnerstag hatte ich weniger Glück. Ich begab mich erst in der Nacht auf die Suche und war um 21:00 Uhr und bei vollkommener Dunkelheit beim Standort angelangt. Der Cache sollte in einem grossen Felsbrocken versteckt sein, doch alles was ich fand, waren ein erschrockener Regenwurm und eine Nacktschnecke, die im Licht meiner Taschenlampe glänzte. Ich hielt sie zuerst für die Box, zum Glück hab ich nicht in diesen Felsspalt gegriffen. Sonst war da nichts zu finden und durch das Rumgeschleiche mit der Taschenlampe, fühlte ich mich auch so, als würde ich was im Schilde führen. Das war also eine Niete. Keine Ahnung ob der Cache entwendet wurde oder ob ich einfach nicht gut genug geschaut habe. Ich werde definitiv noch einmal bei Tageslicht suchen gehen. Ich bin ziemlich angefixt von dem Spiel und man ist schon bisschen stolz, wenn man die Box in ihrem Versteck entdeckt. Mit dem Fail von der letzten Suche kann ich mich deshalb auch nicht zufrieden geben.

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